BNN/kek. Mit der gelungenen Premiere der Komödie „Drei Männer im Schnee“ machte sich der Theater- und Kulturverein „Bundschuh“ Untergrombach selbst das größte Geschenk zu seinem 30-jährigen Bestehen. Die Schauspiel-Truppe um Regisseur Norbert Müller und seine Co-Truppe Heidi Schlotter und Eva Müller hatte sich für das Geburtstagsjahr für einen Klassiker entschieden: „Drei Männer im Schnee“ nach einer Vorlage von Erich Kästner und einer Bearbeitung durch Charles Lewinksy.
„Die Laienspielschar hat sich ein halbes Jahr lang intensiv auf die Premiere vorbereitet“, wusste der umtriebige Vorsitzende des TKV, Peter Sterzenbach, bei der Begrüßung im ausverkauften Atrium zu berichten. Das Freilichttheater hinter dem Heimatmuseum befindet sich in Vereinsbesitz, bietet 200 Besuchern Platz und wurde in den vergangenen Jahrzehnten in tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden in seinen heutigen Zustand versetzt.
Aber zurück zur Premiere: Geheimrat Eduard Tobler (Siegbert Waldbüßer), Fabrikant und Multimillionär, hat bei einem Preisausschreiben einer ihm gehörenden Firma den zweiten Preis gewonnen: Zehn Tage Skiurlaub in einem Grand Hotel. Tobler beschließt, als „Eduard Schulze“ inkognito diesen Urlaub aus einer anderen Warte als der eines Millionärs anzutreten. Tochter Hildegard (Julia Oleksiuk) und Hausdame Frau Kunkel (unverwechselbar: Sabine Buhl) sind von Toblers Idee wenig angetan und warnen das Grand-Hotel vor: Ein verkleideter Millionär werde demnächst das Haus beehren. Um allen Eventualitäten vorzubeugen, nimmt Tobler seinen Diener Johann (Norbert Müller) zum Ski-Urlaub mit, getarnt als reicher „Schiffsreeder“.
Im Grand-Hotel angekommen, lernt Tobler den stellungslosen Dr. Fritz Hagedorn (Daniel Bohner) kennen, ebenfalls ein Preisauschreiben-Gewinner. Die Buschtrommeln waren nicht still, und so hat sich in Windeseile unter dem Hotelpersonal (Hoteldirektor Kühne – Heinz Schrumpf; Portier Polter – Heribert Groß; Hotelpage Ferdinand – Theo Stober) verbreitet und sie halten Dr. Hagedorn für den verkappten Millionär. Und auch die Lebedamen Frau Casparius (Uli Lauber) und Frau von Mallebré (Eva Müller) haben den vermeintlichen Fabrikanten ins Fadenkreuz genommen. Tobler und Hagedorn finden Gefallen aneinander, schließen Freundschaft und beziehen Johann in ihren Dreierbund mit ein. Direktor Kühne und Portier Polter wollen den „armen Schlucker Schulze“ so bald als möglich loswerden und piesacken ihn, wo es nur geht. Der treue Johann erstattet Hildegard Bericht über die Lage, und diese beschließt, mit Frau Kunkel ebenfalls das Grand-Hotel aufzusuchen. Kaum dort angekommen, läuft Hildegard Dr. Hagedorn über den Weg, und Hals über Kopf verlieben sich die beiden. So viel sei verraten: Nach einer Kette von Missverständnissen wendet sich alles zum Guten: Dr. Hagedorn kriegt seine Hildegard und eine Anstellung bei Tobler, was auch seine Mutter (Heidi Schlotter) begrüßt. In weiteren Rollen waren Manuela Nilles, Friedbert Nagel, Tamara und Igor Zimmermann mit ihren Kindern Alexander und Natalie, Sabine Neubert, Achim Hees, Eva Glaser und Klaus Rössler zu sehen. Während der zweieinhalb Stunden war sämtlichen Darstellern die Spielfreude anzumerken. Sie füllten ihre Rollen mit Bravour aus. Nach der Vorstellung der Amateurspieler durch Peter Sterzenbach ergoss sich ein langandauernder Schluss-Applaus über die Akteure.

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Theater- und Kulturverein Bundschuh Untergrombach. Zu der Ehrenmatinee des Theater- und Kulturvereins begrüßte Vorsitzender Peter Sterzenbach die Gäste in der Aula der Joß-Fritz-Realschule. Passender hätte der Ort nicht sein können, hat doch der Gründer des Vereins Peter Kaiser das Bild von Joß Fritz in der Gegenwart entscheidend geprägt, hieß es. Neben der Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und dem Ortsvorsteher Karl Mangei waren auch der Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger und die Vizepräsidentin des Landesverbandes Amateurtheater Baden-Württemberg Michaela Zimmer gekommen, um ihre Grußworte an die Gäste zu richten.

Musikalisch unterhielten Tamara Zimmermann und Natalia Hock. Peter Kaiser trug gemeinsam mit einem Ensemble des Theater- und Kulturvereins den Bundschuhschwur vor, bevor Pfarrer Thomas Fritz die neue Vereinsfahne weihte. Sterzenbach nahm danach die Ehrungen des Vereines vor. Er würdigte damit ein jahrelanges Engagement für den Verein. Vizepräsidentin Zimmer nahm die Ehrungen des Landes- und Bundesverbandes vor. Oberbürgermeisterin Petzold-Schick verlieh dem sichtlich ergriffenen Vereinsgründer Peter Kaiser die Schönborn-Medaille, sowie dem amtierenden Vorsitzenden Peter Sterzenbach die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Für seine außerordentlichen Verdienste erhielt Peter Kaiser darüber hinaus die goldene Ehrennadel des Theater- und Kulturvereins. Nach einem Theatersketch „Das (F) ist defekt“, aufgeführt von Gunter Honauer und Markus Rössler, wurden noch gesellige Stunden in fröhlicher Runde bei einem Imbiss verbracht.

Geehrt wurden für herausragendes Engagement die Jugendlichen des TKV, zahlreiche Mitglieder des Vereins für zehn Jahre sowie für 30 Jahre Mitgliedschaft: Gabi Braun, Hans-Peter Dauer, Roland Feyl, Andreas Häcker, Gerhard Holler, Mechthilde Kaiser, Konrad Lauber, Sylvia Modery, Werner Petrizik, Inge Stober, Peter Sterzenbach, Sabine Buhl, Stefanie Emmert, Maria-Luise Feyl, Alois Hochstein, Peter Kaiser, Robert Kling, Mariette Lauber, Heinz Müller, Ralf Schlotter, Markus Sterzenbach, Renate Sterzenbach.

Für besondere Verdienste erhielten die silberne Ehrennadel des Vereins: Rudi Modery, Maria-Luise Feyl, Heinz Schrumpf, Eva Müller, Markus Rössler, Tanja Dulevska, Heribert Groß, Roland Schöffler, Inge Schöffler, Marianne Mann, Sabine Neuberth, Marion Krämer, Monika Weschenfelder, Valentina Beck, Klaus Kehrwecker, Tibor Czemmel, Martin Lauber, Wilfried Lippold, Ursula Lippold, Bernd Pallmer.

Über Ehrungen des Landes- und Bundesverbandes durften sich schließlich Marianne Mann, Monika Weschenfelder, Peter & Renate Sterzenbach, Norbert Müller, Heidi Schlotter und Harald Wolf freuen. Die goldene Ehrennadel des Vereins erhielt Peter Kaiser.

Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Bruchsaler Rundschau, 23.07.2019, Seite 21, Carmen Hardock

Bundschuh-Jugend spielt mit viel Freude
(kek)Die Jugendabteilung des Theater und Kulturvereins TKV Bundschuh begeisterte zur Eröffnung der Sommersaison mit der Premiere von „Pippi im Taka-Tuka-Land“ im Atrium des TKV Untergrombach. Sämtliche Darsteller bestachen durch Spielfreude und Sprachsicherheit – zum Stolz der Regisseure Tanja Dulevska und Markus Rössler.
Pippi lebt glücklich in ihrer Villa Kunterbunt mit ihrem Affen „Herr Nielsson“ und dem Pferd „Kleiner Onkel“. Sie besucht ihre Freunde Tommy (Oskar Halter) und Annika (Caroline Halter). Zwischendurch lehrt sie einen Häusermakler (Sue Beisel) das Fürchten, als ihr der Briefträger (Julia Kaiser) Post bringt, mit der ihr Vater Kapitän Langstrumpf (Jarno Lindenfelser) sie nach Taka-Tuka-Land einlädt.

Schon legt dessen Schiff an mit Kapitän, erstem Offizier Friedolf (Jakob Halter), Koch (Sylvia Kaiser), erstem und zweitem Matrosen (Sylvia Kaiser und Ines Müller). Kapitän Langstrumpf kann Annikas und Tommys Eltern, Frau Settergren (Tanja Dulevska) und Herrn Settergren (Markus Rössler), überzeugen. Also entern alle die „Hoppetosse“. Auf der Insel erleben sie mit Moana (Annika Potthoff), Jim (Josephin Merten), Buck (Isabel Halter) und Momo (Johanna Heidebrecht) allerlei Abenteuer. Gern spielen sie mit Perlen, auf diese haben es auch diebische Elstern abgesehen. Doch die kriminellen Damen sehen ein, dass sie gegen Pippis Kräfte machtlos sind – zumal ihr der Affe (Markus Rössler) hilft. Die Tage im Paradies vergehen wie im Flug, doch bald wächst das Heimweh und der Käpt’n schickt alle nach Hause, wo sich gar Frau Prysselius (Zoe Merten) und Frau Granberg (Andrea Schmidt) erfreut zeigen.

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kek. Theater- und Kulturverein Bundschuh Untergrombach. Vor 30 Jahren herrschte im Grombachtal hektische Betriebsamkeit: Ober- und Untergrombach feierten gemeinsam das Jubiläum „1 200 Jahre Grombach“. Peter Kaiser kam auf die Idee, ein Schauspiel um den Bundschuh-Führer Joß Fritz aufzuführen. Dazu gründete er den Theater- und Kulturverein Bundschuh. Zur Jahreshauptversammlung hatte jetzt der Vorsitzende Peter Sterzenbach geladen.

Er ging auf die abgelaufene Spielsaison ein. Das von der Jugendgruppe aufgeführte Stück „Das fliegende Klassenzimmer“ fand nur mäßigen Publikumszuspruch, während das Lustspiel „Rose von Eaton“ auf ausverkauftem Platz spielte. Besonders erfolgreich war das Stück „Fuffzich“, das im Keller des Atriums neunmal vor ausverkauftem Haus stattfand. Der Erfolg erwies sich als zweischneidig: Wegen fehlender Fluchtmöglichkeiten bei Brandgefahr kann vorläufig das Keller-Theater nicht genutzt werden.

Schriftführerin Eva Glaser ergänzt: Der TKV beteiligte sich beim Obergrombacher Burgfest, organisierte den Martinsumzug und ein Schauspieler-Fest. Außerdem wurden viele Arbeiten auf dem Atriumsgelände, der Bundschuh-Scheune und dem Keller ausgeführt. Mit dem „Winterzauber“ fand das Vereinsjahr seinen Abschluss.

Die Jugendabteilung umfasst 25 Mitglieder. Über deren Aktivitäten referierte Jugendleiter Markus Rössler. Die Jugendtruppe studiert für 2019 das Stück „Pippi Langstrumpf im Takka-Tukka-Land“ ein. Die erwachsenen Schauspieler widmen sich nach den Worten von Regisseur Norbert Müller dem Schauspiel „Drei Männer im Schnee“ für die Freiluft-Spielsaison.

Auf Antrag des Ehrenvorsitzenden Peter Kaiser erfolgte die einstimmige Entlastung der Gesamtverwaltung.

Für 2019 habe sich der Bundschuh viel vorgenommen. Ein besonderes Anliegen Sterzenbachs sei es, den Atriumskeller mit einem zweiten Ausgang zu versehen und so wieder als Spielstätte zu gewinnen. An weiteren Terminen stehen an: 20. Juli Festumzug in Helmsheim, 21. Juli Jubiläumsmatinee „30 Jahre TKV, 15. September Tag der offenen Tür, Spätjahr 2019 Tagesausflug, 11. November – Martinsumzug, Dezember 2019 Winterzauber.

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