Am Samstag, den 29. November, fand in der Pfarrkirche Untergrombach ein besonderer Gottesdienst statt, der an die historische Figur des Bauernkriegsführers Joß Fritz und die Bundschuh-Bewegung von 1502 erinnerte. Die Kirchengemeinde Bruchsal-Michaelsberg lud herzlich ein zu diesem Leuchtfeuer-Gottesdienst, der um 18:30 Uhr begann.

Die Bundschuh-Bewegung: Ein Aufruf zur Gerechtigkeit

Die Bundschuh-Bewegung war ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte, in dem sich Bauern und Bürger gegen die Unterdrückung durch die Obrigkeit auflehnten. Joß Fritz, der Anführer der Bewegung, kämpfte für die Abschaffung des Zehnten und anderer Zölle, sowie für die Beseitigung adeliger Vorrechte. Die Bewegung umfasste bald mindestens 7.400 Personen im Gebiet zwischen Main und Neckar.

Die Prachtvolle Bundschuhfahne: Ein Symbol des Widerstands

Ein wichtiger Bestandteil des Gottesdienstes war die Präsentation der prachtvollen Bundschuhfahne des Theater- und Kulturvereins „Bundschuh“ Untergrombach. Die Fahne, die einst von Joß Fritz getragen wurde, ist ein Symbol des Widerstands und der Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft.

Ein Abend der Erinnerung und der Hoffnung

Der Leuchtfeuergottesdienst bot eine Gelegenheit, sich an die Geschichte der Bundschuh-Bewegung zu erinnern und sich für die Werte der Gerechtigkeit und Freiheit einzusetzen. Viele Menschen schlossen sich an und machten diesen besonderen Abend zu einem Zeichen der Hoffnung und des Widerstands.